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Mobiles Webdesign

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Erscheinungsjahr: 2008
Verlag: Galileo Computing
ISBN-13: 978-3836211536
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QR-Code vs. Datamatrix

31.08.2009

Kürzlich haben wir bei der Mobilistics GmbH ein weiteres Projekt abgewickelt, bei dem wieder einmal ein QR-Code als einfache Verlinkung von der Print-Werbung zum Mobile-Content zum Einsatz kam. Der Code dient in diesem Fall dazu, um Teilnehmern eines Gewinnspiels eine einfache Teilnahme direkt vor Ort zu ermöglichen, ohne das dabei die doch recht lange URL mit der „Mäuseklaviatur“ umständlich am Handy eingetippt werden muss. Gedruckt wurde der Code auf eine Postkarte, die gleichzeitig eine Erläuterung zur Teilnahme enthält.

Generell kamen bisher bei allen von uns abgewickelten „Mobile Tagging“-Projekten ein QR-Code zum Einsatz, obwohl unser eigens zum Verwalten solcher Kampagnen entwickelter „Mobilistics Application Server“, neben dem QR-Code durchaus auch das Semacode-/Datamatrix-Format (und theoretisch auch den weniger verbreiteten Aztec-Code) unterstützt, das immerhin gut 20% weniger Fläche bei gleichem Inhalt benötigt. Die Gründe bzw. den Grund für den QR-Code möchte ich hier kurz ausführen.

Wie eben erwähnt benötigt ein Datamatrix-Code nur eine Fläche die rund 20% kleiner ist als die eines QR-Codes gleichen Inhalts. Dennoch nutzten wir bisher ausschließlich QR-Codes. Dies hat, so muss ich zugeben, ausschließlich rein ästhetische Gründe und entspringt keiner wirklich technisch-rationalen Entscheidung. Diese wäre vermutlich, eben wegen der geringeren Größe, zu Gunsten der Datamatrix ausgefallen. Jedoch ist es so, dass jeder mir bekannte 2D-Barcode-Reader sowohl den QR-Code als auch den Datamatrix-Standard unterstützt.

Der QR-Code ist jedoch durch seine drei großen schwarzen Identifikationspunkte in den Ecken unserer Meinung nach wie geschaffen dazu, um vom Nutzer wiedererkannt zu werden. Ein solches signifikantes Merkmal fehlt bei der Datamatrix jedoch (fast) völlig. Dieser ist eine einfach Schachbrett ähnliche Pixelfläche bei der der Novize nicht unbedingt etwas mit anzufangen weiß. Natürlich weiß ein absoluter Novize auch bei einem QR-Code nicht direkt etwas damit anzufangen. Doch sorgen die drei markanten Punkte in den Ecken wie gesagt für einen höheren Wiedererkennungswert als das bei dem Datamatrix-Schachbrett der Fall ist. Generell meine ich aber zudem auch Tendenzen erkennen zu können, dass die Mehrzahl der bisher bekannt gewordenen „Mobile Tagging“-Projekte eher auf den QR-Code, statt auf die Datamatrix gesetzt haben. Die Suchergebnisse bei Flickr sprechen da ebenfalls für sich (589/376 bei Datamatrix/Semacode ggü. 2479 beim QR-Code).

Beide Code-Typen wurden vom Mobile Code Consortium (MC2) als „Quasi-Standard“ zur Verwendung in Mobile Marketing Aktionen empfohlen. Wir denken hier aber, dass die Entwicklung einzig aus den gerade genannten Gründen zum QR-Code übergehen wird. Lassen wir uns überraschen.

Wer noch etwas Lesestoff zum Thema haben möchte: die Absatzwirtschaft berichtet über Mobile Tagging als Teil des Mobilen Marketings.

Der Spott über einen Kapitalismus, der keiner ist

8.07.2009

Neiddebatte bei Managern, vorgegeben von SPD, der Linkspartei und teilweise auch den Grünen. „Leute die 250.000 Euro oder mehr im Jahr verdienen“, so heißt es, sind die neuen Bösewichte in unserer Solidargemeinschaft. Von der Gier zerfressene Manager, die ein Vielfaches dessen kassieren, was ihre Arbeitsleistung an Wertschöpfung hergibt. So wird verlautbart in den Kreisen der oben genannten Parteien.

Von Musikern oder Spitzensportlern wie beispielsweise Fußballern ist dort selten bis nie die Rede. Zumindest nicht öffentlich in den Medien, denn kein Politiker von den mehr oder weniger etablierten Parteien würde es wagen zu widersprechen, dass der Fußballheld oder TV-Superstar seines Wählers, die jährliche Millionengage nicht wert sei.

Schimpft derselbe Politiker allerdings über den Vorstandsvorsitzenden der Firma, mit der möglicherweise gar das eigene Anstellungsverhältnisse besteht, dieser könne doch gar nicht das 40-fache vom normalen Facharbeiter leisten, so dass eben auch das 40fache Gehalt gerechtfertigt wäre, dann stimmt das natürlich vollkommen und man nickt nur zustimmend mit dem Kopf. Ein Faktor, der dabei allerdings vor allem von Parteien, die vorgeben sozial gerecht sein zu wollen, unberücksichtigt bleibt, ist die Verantwortung, die mit den üblichen Leistungsaspekten wie Arbeitszeit oder Qualität schwer oder nur bedingt messbar ist.

Manager treffen wöchentlich, täglich, in gewissen Branchen möglicherweise stündlich Entscheidungen, die über den Erhalt oder (Zwangs-)Abbau von vielen Arbeitsplätzen entscheiden können. Und selbstverständlich gibt es hier einige schwarze Schafe. Die gibt es überall. Und natürlich gibt es hier ebenso Leute, die ihre Arbeit gewissenloser machen, als die Kontrollsüchtigen, die aber ebenfalls nicht gern gesehen sind; wer hat schließlich gern ständig seinen Chef im Nacken sitzen? Als Manager bewegt man sich stets auf einem schmalen Grat, auf dem jeder einzelne seine persönliche Balance finden muss, beladen mit einem Haufen Verantwortung. Sei es über 3 Leute, über 10, manchmal über 50 oder 5000 und als Konzernchef auch schon mal über 200.000.

Diese Tatsache wird leider oft außen vorgelassen wenn ursprünglich „arbeitnehmernahe Parteien“ mit ihrer Gewerkschafter-Rhetorik aus den Jahren des Beginns der Industrialisierung bei Wahlkampf-Veranstaltungen ihre populistischen Phrasen dreschen. In Zeiten, in denen noch nicht absehbar war, dass selbst heutige Weltkonzerne einmal mehr als eine dreistellige Personenzahl beschäftigen werden, war es klar, dass niemand das 20-, 40- oder gar 100-fache eines durchschnittlichen Facharbeiters in der Produktion erwirtschaften kann. Das kann auch heute wohl kaum jemand. Doch war damals eben auch die Verantwortung weitaus geringer; und selbst in diesen Zeiten haben Manager bereits nicht schlecht verdient. Quelle? Keine, lediglich ein Gefühl.

Und so wird weiter Wahlkampf gemacht: mit Rhetorik aus dem vergangenen Jahrhundert, in einer Zeit die sich rapide verändert hat, was gut ist, was aber einige etablierte Parteien oft einfach nicht einsehen wollen. So schimpft man lieber weiter publikumswirksam über „Millionäre, [die] zur Kasse“ gebeten werden sollen, obgleich sie mit ihrem hohen Einkommen bereits einen großen Teil zur Gesamtwohlfahrt der Bundesrepublik beisteuern oder man will Besserverdienenden neben einer höheren Spitzensteuer auch gleich noch Zwangsdarlehen für den Staat aufbürden, statt in einer tatsächlich freien Marktwirtschaft eine Chance zum Wohlstand für alle zu sehen.

Der in diesen Tagen viel gescholtene Kapitalismus mag Fehler gemacht haben. Dieser Kapitalismus ist aber, anders als staatlich geregelte, zentralistische Wirtschaftssysteme wie der Sozialismus oder der Kommunismus, auch in der Lage diese Fehler selbst zu korrigieren - wenn man ihn nur lässt. Ein Kapitalismus bei dem der Staat zu sehr oder an den falschen Stellen eingreift und zu steuern versucht, eine grundlegend falsche Ordnungspolitik betreibt, ist kein Kapitalismus im Sinne der sozialen Marktwirtschaft nach der Vorstellung Ludwig Erhards und kann somit schlicht nicht richtig funktionieren.

Und so werden auch Manager weiterhin stets die gleichen Fehler machen wenn diese Fehler mit Milliarden Euro an Steuersubventionen oder Staatsbürgschaften belohnt werden und keinem Manager die Auswirkungen seiner Fehl-Handlungen vor Augen geführt wird, mit allen, gerade auch den haftungsrechtlichen Konsequenzen. Immer dann, wenn der Staat mit Steuergeldern für Managementfehler in die Bresche springt, setzt dieser durch sein Handeln den Kapitalismus in seiner ursprünglichen Form außer Kraft. Was jedoch einige führende Köpfe in den Reihen ehemaliger deutscher Arbeitnehmerparteien dennoch nicht daran hindert, aus dem Kapitalismus einen, um es mit den Worten des Philosophen Peter Sloterdijks zu sagen, „Semi-Sozialismus“ zu machen. Dieser wird dann gern als Marktradikalismus dämonifiziert.

In einem tatsächlich „marktradikalen“ Wirtschaftssystem, wie es unseres, laut der Aussagen mancher Rot-Grüner Spitzenpolitiker ja bereits längst ist, setzt der Staat auf die Selbstheilung von Märkten statt auf Eingreifen des Staates, auf Freiheit und Verantwortung statt Regulierung und Staatseingriffe. Verschwindet ein großes Unternehmen durch Misswirtschaft vom Markt, so nehmen mehrere kleinere Unternehmen die freigewordenen knappen Ressourcen für sich in Anspruch. Dort wo tatsächlich Nachfrage ist, entsteht auch Angebot, dort wo Angebot entsteht, wird Arbeit geschaffen.

Friedrich Merz hat diese Problematik in seinem Buch „Mehr Kapitalismus wagen“ durchaus sehr treffend beschrieben und erntete dafür teils vernichtende Kritik, wie ein Buch mit einem solchen Titel zu einer solchen Zeit veröffentlicht werden könne. Und entgegen all der Kritik: der Zeitpunkt der Veröffentlichung hätte richtiger nicht sein können. Mit einer Politik die auf die selbstheilenden Kräfte der Marktwirtschaft vertraut, wären Unternehmen wie Opel und Arcandor in einem geordneten Insolvenzverfahren, Schiesser und Schäffler ebenfalls. Sollte es für diese Unternehmen tatsächlich eine Zukunft geben, also Nachfrage für deren Produkte bestehen, so würden sie diese Zukunft, wieder erstarkt, für sich ergründen und fortan stärker am Markt agieren können, als dies in den letzten Jahren der Fall war.

Mit denjenigen, die dabei dennoch durch Personalabbau auf der Strecke geblieben sind, wäre es zudem ein Ansporn, neue Technologien zu erforschen, bis zur Marktreife zu entwickeln und in der globalisierten Welt erfolgreich zu vertreiben. Denn nicht selten sind die betroffenen Leute jung, motiviert und gut ausgebildet und dem Sozialplan zum Opfer gefallen. Und zum Kapitalismus gehört ebenso der Mut, bestehende Märkte nicht nur neu zu erschließen, sondern Märkte im Idealfall auch neu zu erschaffen wenn die alten Felder abgegrast sind. Mit etwas Mut zum Unternehmertum, einer nachhaltigen Politik und einer Mentalität des „Anpackens“, nicht der Schwarzmalerei, ist dieses Szenario kein unrealistisches.

Doch dieses Prinzip der funktionierenden Marktwirtschaft scheint in der aktuellen Regierung offenkundig maximal unser Bundes-Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg begriffen zu haben. Und er wird dafür von Parteien kritisiert, die sich, laut eigener Aussagen, für die Schaffung von Arbeitsplätzen einzusetzen. Eine Farce!

Social Networks zum eigenen Vorteil nutzen

16.06.2009

Laut „Mediascope Europe“, einer Studie über das Online-Verhalten europäischer Bürger, besaßen 2007 bereits 4 von 10 Jugendlichen bzw. junge Erwachsene in Deutschland ein Profil bei einem der zahlreichen online Social Networks, inzwischen dürfte diese Zahl wohl noch weitaus höher liegen. Und damit werden eben diese Netzwerke natürlich auch für Personalchefs, die auf der Suche nach Auszubildenden, Werkstudenten oder festen Angestellten sind, alles andere als uninteressant.

Private Urlaubsfotos, die eigene Lieblingsmusik oder Gruppenzugehörigkeiten; alles, was für die Besetzung einer ausgeschriebenen Stelle von Relevanz ist (oder auch nicht), wird in solchen vermeintlich privaten Profilen durch Gedankenstriptease, meist ohne große Hintergedanken, öffentlich zur Schau gestellt. So ist es keine Überraschung, dass eine Umfrage des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater ergab, dass inzwischen 33% aller Personalchefs und Headhunter Seiten dieser Art zu Recherchezwecken verwenden.

Dies kann schnell zum Karrierekiller werden, und so sollte man zumindest während der Bewerbungsphase davon absehen öffentlich kund zu tun, dass „VW - Die einzig wahre Automarke“ ist, während man seine Bewerbungen aber dennoch zu Toyota oder Nissan geschickt hat. Auch Gruppen wie „Meine Schlafzeiten kollidieren mit meinen Arbeitszeiten“ oder „Ich mache mehr Pause als du arbeitest“ sollte nur beitreten, wer sicher ausschließen kann, dass sich in absehbarer Zeit ein relevanter Personaler auf das eigene Profil stoßen wird. Vorsicht sollte dabei außerdem bei öffentlich zur Schau gestellten Mitgliedschaften geboten sein. Klar mag hinter „Greenpeace“ eine gute Idee mit löblicher Absicht stecken, jedoch assoziieren viele Leute oftmals noch ganz andere Dinge mit Organisationen dieser Art.

Viele Netzwerke haben auf Drängen ihrer Benutzer inzwischen eine Funktion eingebaut, um das eigene Profil vor Personen, die nicht zum eigenen Freundeskreis gehören zu verstecken. Ob dieser Weg unbedingt immer der beste Weg ist darf ebenso bezweifelt werden und so kann schnell der Verdacht entstehen, der Bewerber hätte etwas Unangenehmes oder gar Schlimmes zu verbergen. Ein gesundes Misstrauen im Vorstellungsgespräch, sollte es denn soweit kommen, ist in einem solchen Fall oftmals garantiert, hört man es doch in letzter Zeit immer wieder, dass Bewerber von ihren potentiellen neuen Arbeitgebern auf das eingeschränkt sichtbare Profil und die Beweggründe für diese Einschränkung im StudiVZ angesprochen wurden.

Doch wer nun panisch mit dem Gedanken spielt, alle seine Online-Profile auf diversen Networking-Diensten zu löschen sollte zuerst diesen Artikel zu Ende lesen, denn es geht auch anders. Das eigene Profil kann gezielt zum positiven Selbstmarketing und somit auch (hoffentlich) zur leichteren Jobfindung verwendet werden. Oftmals ist es nicht allzuviel Aufwand, um die Personalchefs dieser Welt z.B. bei schlechten Zeugnissen oder Lücken im Lebenslauf davon zu überzeugen, dass man dennoch der absolut richtige Kandidat für einen ausgeschriebenen Job ist.

Die beiden wohl bekanntesten Netzwerke in Deutschland sind ohne Zweifel das Business-Netzwerk Xing und natürlich der mehrmalige IVW-Spitzenreiter StudiVZ. Xing, als Business-Netzwerk sollte dazu prädestiniert sein, um seine berufliche Laufbahn positiv zu beeinflussen. Der Bewerber kann dort seine bisherige Stellen inkl. Tätigkeitsbereich, Position, Firmengröße und viele weitere Angaben eintragen und so seinen Lebenslauf, auf einfache Art und Weise, aussagekräftig online abbilden. Dort ist auch Platz für Informationen, die sich nicht im typischen tabellarischen Standard-Lebenslauf wiederfinden. So können dort die Größe des Unternehmens, eine Branche und auch ausführlichere Informationen zur Art der ausgeübten Tätigkeiten angegeben werden.

Wer noch jünger ist, studiert oder primär private Kontakte online pflegen möchte, der tut dies nicht selten im StudiVZ/MeinVZ. Hier neigt man als Benutzer eher dazu auch private Dinge von sich preis zu geben und dies kann, wie angesprochen, unter Umständen bei der Jobsuche „gefährlich“ werden - aber eben auch zum eigenen Vorteil genutzt werden. Durch durchdachte Angaben im eigenen Profil kann man als Bewerber Interesse im Bereich seines möglicherweise zukünftigen Jobs zeigen.

Wer sich z.B. bei einer sozialen Einrichtung bewirbt kann durch offensiv kommunizierte soziale Engagements der Ausprägung seiner sozialen Ader Nachdruck verleihen. Wer sich bei einer Brauerei bewirbt, der darf sicherlich auch erwähnen, dass er Bierliebhaber ist und gelegentlich gern schon mal das ein oder andere Bier am Wochenende trinkt, man muss ja nicht immer gleich übertreiben und stolz erwähnen, dass dies regelmäßig in einem Totalabsturz mit Alkoholvergiftung und dem Erwachen in der Ausnüchterungszelle der örtlichen Polizeistation endet.

Dabei sollte man jedoch vor allem darauf achten auch authentisch zu bleiben und wahrheitsgemäße Angaben zu machen. Nichts ist unvorteilhafter und peinlicher, als im Gespräch auf eine charakteristische Szene in seinem „Lieblingsfilm“ angesprochen zu werden und dann nicht darauf antworten zu können, weil man selbst diesen Film in Wirklichkeit etwa niemals gesehen hat.

Jeder, der sich hin und wieder einmal Gedanken darüber macht, was er in sein Profil schreibt, welchen Gruppen er beitritt und welche Fotos er hochlädt, der sollte keinerlei Benachteiligungen bei der Jobsuche befürchten dürfen und auch sein Profil nicht verstecken und seinen Namen nicht zensieren müssen. Wer es richtig macht, kann durch die Mitgliedschaft in einem Social Network seine Chancen einen Job zu bekommen mitunter durchaus erhöhen, da sich die Entscheider bereits vorher ein erstes erstes Bild über Sympathie und Antisympathie mit dem Bewerber machen können. Ein öffentliches Profil in einem Social Network muss so also keinesfalls immer ein Nachteil bei der Jobsuche sein, sondern kann sich mit etwas durchdachtem Selbstmarketing schnell zum eigenen Vorteil entwickeln.

Es tut sich was, bei der Geolokalisierung

29.05.2009

… wenn vielleicht auch nur langsam: bei insFX ist ein Artikel erschienen in dem schön beschrieben wird, was ich hier ja bereits öfters bemängelt hatte; nämlich die native Unterstützung der Standortermittlung im Browser.

Hier gehts es zum Artikel: Der iPhone-App Killer: Mobile Webbrowser bekommen endlich Zugriff auf die Geolocation! Und hier noch eine etwas ältere Ausführung von mir, von Anfang des Jahres, mit einigen Fragen und Wünschen: Einige Dinge die ich mich gelegentlich frage.

Dann dürfte es ja jetzt nur noch ein paar Jahre dauern, bis sowas vielleicht flächendeckend funktioniert, schön!

Leerstehende Fabriken zu Office-Communities

Ich lese inzwischen bereits fast seit Bestehen der Seite täglich bei deutsche-startups.de mit, einem Weblog, das sich mit der deutschen Startup-Szene beschäftigt. Dort gibt es auch eine Interview-Reihe mit Gründern verschiedenster Web-Startups, die ich meist ziemlich interessant finde. In dieser Reihe erschien jetzt ein Interview mit Hendrik Boeing von Digital Bloom, aus welchem ich eine Antwort für ziemlich spannend finde und daher hier einmal zitieren möchte:

Sie treffen den Bundeswirtschaftsminister - was würden Sie sich für den Gründungsstandort Deutschland von ihm wünschen?
Vielmehr sollte man mit dem Ministerium für Bildung sprechen und den Jugendlichen schon im frühen Alter Mut machen für eigene Ideen und Gedanken einzustehen und bei der Umsetzung Hilfestellung leisten. Das Problem der Deutschen ist doch die Angst in einem bestehenden System nicht zu funktionieren. Strukturen aufbrechen und frei denken!! Wenn ich dann noch auf Herrn von Gutenberg treffe, fände ich folgenden Gedanken spannend: Lehrstehende Fabriken (o.ä.) werden zu Office-Communities und “Begegnungsstätten” für Gründer und junge Unternehmen umgestaltet. Digital Bloom ist aktuell auf einem solchen Gelände. Hier haben wir uns einen alten 200qm Aerobic-Raum zu einem Office-Loft umgebaut. Auf unserem Areal könnte man mehr als 50 Start-Ups unterbringen, die sich gegenseitig pushen. Offene Küchen, Chillout-Areas, Technik-Support, Abendveranstaltungen, Vorlesungen etc. kann mehr bewirken als die ein oder andere finanzielle Unterstützung.

Stelle ich mir als sehr gelungene Abwechslung zu schnöden Gewerbe- oder Technologiezentren vor. Es spart Kosten, da sich mehrere Startups Klo, Küche, etc. teilen können, was gerade in der Startphase über alles Erfolg oder Misserfolg entscheiden kann und es schafft, auch wenn ich bei dem Wort snst oft zusammenzucke, Synergien, da man sich direkt zu Anfang mit Gleichgesinnten austauschen kann.

Eine wie ich finde sehr gute Idee, die es wert wäre mal ausprobiert zu werden!

Hier geht es zum Interview.

Google Gears auf S60 3rd Geräten?

23.04.2009

Nur mal eine kurze Zwischenfrage: kennt irgendwer eine Möglichkeit um Google Gears auf Symbian S60 3rd Geräten ans Laufen zu bringen? In meinem konkreten Fall geht es um den Nokia E90 Communicator. Wie es aussieht, scheint Gears nur auf Windows Mobile 5/6 Geräten und natürlich Android zu laufen. Jedenfalls konnte ich nichts anderes finden. Hat da also jemand vielleicht einen heißen Tipp für mich?

Warum die Abwrackprämie abgewrackt gehört

14.04.2009

Abseits der sonstigen Themen an dieser Stelle mal etwas Wirtschaftspolitisches. Es folgt der Versuch einmal kurz und verständlich zu erläutern warum die Abwrackprämie selbst auf den Schrottplatz gehört.

Wie in der Volkswirtschaftslehre meist üblich, beschränke ich mich dabei auf sehr abstrakte Theorien, wobei ich versuche auf Fachbegriffe aus der VWL und der Haushaltstheorie und auf komplexe Ausuferungen zu Gunsten leichterer Verständlichkeit zu verzichten (wer möchte, kann Begriffe wie vollkommener Markt, Präferenzordnung, Einkommenselastizität, Nutzenfunktion … aber gern mal bei Wikipedia nachschlagen). Auch die Zahlen sind sehr an den Haaren herbei gezogen und auch übertrieben, doch auch dies soll lediglich der besseren Verstädnis dienen.

Ausgangssituation: Die Bundesregierung zahlt jedem Bürger, der ein mind. 9 Jahre altes Auto verschrotten lässt, das mind. 1 Jahr auf seinen Namen zugelassen ist, eine einmalige Prämie von 2.500 Euro beim Kauf eines Neuwagens. Das Ziel dabei ist es, Anreize zu schaffen, dass die Deutschen wieder mehr Neuwagen kaufen und die gebeutelte Autoindustrie angekurbelt wird.

Für unser Beispiel wollen wir von einer sehr sozialistischen Welt ausgehen, in der jeder Bürger berufstätig ist und monatlich identisch viel Geld, nämlich 500 Euro, zur Verfügung hat, welches er jeden Monat komplett ausgibt; durch das gleiche Einkommen, hat der Bürger auch identisch viel Einkommenssteuern (125 Euro) zu zahlen und für unser Beispiel existieren auch nur 4 Handelsgüter: Neuwagen, Gebrauchtwagen, Nahrungsmittel und Textilien.

Weiter gehen wir davon aus, das unser fiktiver Staat 50.000 Einwohner hat, von denen 20.000 ein Auto fahren, das die oben genannten Kriterien erfüllt und diese Leute auch alle die Prämie in Anspruch nehmen möchten.

Durch die gegebenen Umstände erzielt der Staat (50.000*125 Euro=) 6.25 Mio. Euro Steuereinnahmen im Monat. Dies bedeutet: wenn seitens des Staates alle Steuereinnahmen nur für die Abwrackprämie aufgewendet würden, könnte der Staat im Monat genau 2.500 Bürgern den Zuschuss gewähren. Nun möchten bereits im ersten Monat aber 5.000 Bürger die staatliche Prämie in Anspruch nehmen. Das heißt, der Staat steht mit —6.25 Mio Euro in der Kreide.

Was ist die logische Konsequenz wenn man merkt, dass die Ausgaben die Einnahmen übersteigen und man die Ausgaben aber nicht mehr einfach senken kann? Man erhöht zwangsweise (irgendwann) die Steuern um mehr Einnahmen zu erzielen und die Schulden wieder loszuwerden.

Gehen wir nun davon aus, der Staat erhöht die Steuern von 125 Euro auf 200 Euro. Alle(!) Bürger haben nun monatlich 75 Euro weniger zur Verfügung, damit der Staat gerade einmal 20% von ihnen weiter die Abwrackprämie zahlen kann. Mal abgesehen davon, dass es durch diese Steuererhöhung keine 3 Jahre dauern würde, bis der Autokäufer selbst seine 2.500 Euro durch einen Mehraufwand an Steuern wieder abbezahlt hat, haben auch alle anderen Bürger eben diese 75 Euro im Monat weniger zur Verfügung für andere Ausgaben.

Diese 75 Euro, die der Staat durch die Abwrackprämie mehr an Steuern erheben muss, steht den Bürgern nun also monatlich weniger Geld zur Verfügung. Dadurch kann er für 75 Euro weniger Nahrungsmittel und Textilien kaufen (die Gebrauchtwagen kommen später noch zum Zuge). Wenn in der wirtschaftlich gesunden Nahrungsmittel- und Textilindustrie vielleicht die letzten Jahre bequem knapp kostendeckend gearbeitet werden konnte, kommt es dort nun zu massiven Einnahmenrückgängen und somit zwangsweise zu Kündigungen. Klar käme es dazu ohne die Abwrackprämie vermutlich auch in der Autoindustrie, dann aber nicht auf Kosten aller, vor allem nicht auf Kosten der nachfolgenden Steuerzahler-Generationen.

Aber machen wir mal weiter. Gehen wir davon aus, es haben nun alle 20.000 Bürger einen Neuwagen gekauft. Die Autoindustrie konnte ihre Schulden abbauen und steht nun wieder bei Null. Immerhin. Doch selbst wenn von diesen 20.000 Bürgern nur 10.000 Bürger in den nächsten 2-3 Jahren einen Neuwagen gekauft hätten – wovon auszugehen ist, denn die wenigsten Menschen machen einen Autokauf, der möglicherweise ohnehin notwendig ist, abhängig von 2.500 Euro staatlichen Zuschüssen – so wird die Autoindustrie in eben dieser Zeit 10.000 Autos weniger absetzen. Die nächste Krise in 2-3 ist also schon fast wieder vorprogrammiert.

Und dadurch, dass gerade 20.000 Leute einen Neuwagen gekauft haben, gibt es außerdem theoretisch 20.000 Leute weniger, die Bedarf an einem Gebrauchtwagen haben. Dadurch geht es durch geringere Kaufkraft jetzt nicht nur der Nahrungsmittel- und Textilbranche schlechter, sondern auch massiv den Gebrauchtwagenhändlern, die schlagartig 20%, also ein stolzes Fünftel, ihres potentiellen Kundenkreises einbüßen müssen.

Klar ist, der Staat muss in einer Zeit, in der es der Wirtschaft schlecht geht, handeln. Ein Staat muss aber auch Ursachen hinterfragen und erörtern, warum es überhaupt dazu kommen konnte, dass es in der Autoindustrie überhaupt erst soweit kommen konnte, dass staatliche Hilfen notwendig werden. Otto Graf Lambsdorff, ehemaliger Wirtschaftsminister der BRD unter Helmut Schmidt und Helmut Kohl, sagte vor kurzer Zeit in der ARD Polit-Talkshow bei Beckmann, dass die Autoindustrie sich einfach übernommen hat und es inzwischen mehr Autohersteller, Autos und verschiedene Automodelle in immer kürzeren Intervallen gibt, als es Bedarf an Autos bei den Bürgern gibt.

Auch aus dieser Sicht wäre es schlauer gewesen die Autoindustrie (sanft) vor die Wand fahren lassen, vielleicht einige Insolvenzen in Kauf zu nehmen aber durch Steuersenkungen den Bürger selbst entscheiden zu lassen, für was er sein Geld ausgibt. Oder aber das Geld direkt gleich in Weiterbildungen der dann arbeitslosen Bürger und in die Erforschung neuer Technologien zu stecken, um nachhaltig neue Arbeitsplätze in bisher vielleicht noch gar nicht existierenden Bereichen zu schaffen.

In unserem Beispiel hätten wir jetzt:

  • mittelfristig höhere Steuern für alle
  • den großen Crash in der Automobilindustrie lediglich um 2-3 Jahre verschoben (in die nächste Legislaturperiode, sollen sich andere mit rumschlagen - schlau, liebe SPD!)
  • die Textil- und Nahrungsmittelindustrie mit in die Krise gezogen und dadurch …
  • … trotz aller Bemühungen mehr Arbeitslose
  • … und Leute die Hungern und Frieren, weil sie 75 Euro weniger für Nahrung und warme Kleidung haben

Aber das Beispiel zeigt, dass Subventionen von einigen ausgewählten Branchen immer zu Lasten anderer Branchen gehen. Dadurch ist Niemandem geholfen. Auch nicht der Automobilindustrie, zumindest nicht langfristig.

Natürlich sind die Umstände hier nur sehr theoretisch und abstrakt dargestellt, grundlegend sollte aber für jedermann verständlich sein, warum die Abwrackprämie eine staatliche Subvention ist, wie man sie schlechter gar nicht hätte beschließen können. In einem Superwahljahr macht sich aber scheinbar jede noch so schwachsinnige Idee beim Bürger gut – wenn man sie nur gut verkaufen kann.

//update:
Na klasse, ich wollte den Text bereits vor über einer Woche veröffentlichen, als das Thema noch aktuell(er) war und die Verlängerung der Prämie gerade beschlossen wurde. Hatte damals nur auf „Speichern“, nicht aber auf „Publizieren“ geklickt.

Wo die Mühlen langsam mahlen

3.04.2009

Es ist teilweise doch schon ziemlich unglaublich, wie langsam in Ämtern die Mühlen noch mahlen. Anfang September 2008 haben wir über eine Anwaltskanzlei (u.A. spezialisiert auf Markenrecht) eine Markenanmeldung vornehmen lassen. Am heutigen Tag, gerade einmal gut 210 Tage später, also ziemlich genau nach 7 Monaten(!), ist die Anmeldung beim DPMA online einsehbar.

Kann ich mir eigentlich nur so erklären, dass da entweder nur Halbtagskräfte arbeiten, die Markenanmeldungen unterste Priorität genießen oder die Leute dort wirklich gründlich arbeiten. Der Kanzlei mache ich keinen Vorwurf, dort kam schon wenige Tage später eine Anmeldebestätigung vom DPMA über den Eingang der Anmeldung.

Man stelle sich eine solche Wartezeit nur mal in der freien Wirtschaft vor: „Ihre E-Mail habe ich erhalten, ja, ich kann die Texte aber erst in 7 Monaten online stellen“ …

Unfassbar.

Paypal Handyzahlung in Deutschland?

10.03.2009

Michael Arrington schrieb am 22. März 2006 bei TechCrunch:

PayPal has launched its mobile payment platform, called, of course, PayPal Mobile.

Das ist jetzt inzwischen fast genau 3 Jahre her. Gerade habe ich nach langer Zeit wieder einmal versucht mich bei PayPal Mobile mit meinem E90 Communicator einzuloggen und was bekam ich dort zu sehen?

Fehler: PayPal-Handyzahlungen stehen in Ihrem Land zurzeit nicht zur Verfügung.

Geschlagene 3 Jahre gibt es den mobilen Dienst inzwischen, mittlerweile verfügbar in den USA, Australien, Kanada, Frankreich, Italien, Spanien und Groß-Britannien. Wieso dauert es so lange, den Dienst auch für Deutschland umzusetzen?

Ich will doch einfach endlich geile Webservices mit PayPal Mobile Bezahl-Abwicklung basteln können …

Mobile VZs

5.03.2009

Es geschehen doch noch Wunder dieser Tage. Als vermutlich eins der letzten mehr oder weniger angesagten Social Networks launcht StudiVZ (und seine entsprechenden Pendants MeinVZ/SchuelerVZ) eine mobile Version.

Gut, wirklich toll sieht das Ding nicht aus, aber da orientiert sich das mobile Portal wohl am Desktop-Bruder, der von der Optik her sicherlich auch nicht unbedingt auf der Höhe der Zeit ist. Immerhin passiert da überhaupt mal was in diese Richtung.

Zu finden sind die mobilen Versionen unter der äußerst praktischen Subdomain m:
m.studivz.net
m.schuelervz.net
m.meinvz.net


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