Hach, herrlich. Nachdem irgendeine Sicherheitslücke in einem lang nicht mehr aktualisierten Wordpress zur Folge hatte das mein Blog-Backend nicht mehr funktionierte, kam ich am Wochenende endlich dazu mal die brandaktuelle Version 2.9.2 hier aufzuspielen.
Nun funktioniert, nach Monaten(!) in denen ich nicht die Zeit hatte oder die Lust fand mein System upzugraden, auch das Backend wieder fehlerfrei, so dass ich in Zukunft hier auch mal wieder etwas veröffentlichen kann. Zwar hab ich dazu wegen Studium und Arbeit nur sehr wenig Zeit dafür, 10 Minuten für kleinere Beiträge kann man aber ja eigentlich immer irgendwo abzwacken.
Ist jedenfalls ein schönes Gefühl endlich wieder bloggen zu können. Solltet ihr irgendwo noch einen Fehler finden der möglicherweise im Update seine Ursache findet, so gebt mir doch bitte kurz Bescheid.
Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, dass ich (mit einigen sehr wenigen Modifikationen) vom Code her noch immer das gleiche Template benutze wie bei der ersten Version dieses Blogs vor ziemlich genau 5 Jahren, als hier noch Wordpress 1.2 Verwendung fand. Und es funktioniert tatsächlich immer noch. Das fasziniert mich ein wenig.
Kürzlich haben wir bei der Mobilistics GmbH ein weiteres Projekt abgewickelt, bei dem wieder einmal ein QR-Code als einfache Verlinkung von der Print-Werbung zum Mobile-Content zum Einsatz kam. Der Code dient in diesem Fall dazu, um Teilnehmern eines Gewinnspiels eine einfache Teilnahme direkt vor Ort zu ermöglichen, ohne das dabei die doch recht lange URL mit der „Mäuseklaviatur“ umständlich am Handy eingetippt werden muss. Gedruckt wurde der Code auf eine Postkarte, die gleichzeitig eine Erläuterung zur Teilnahme enthält.
Generell kamen bisher bei allen von uns abgewickelten „Mobile Tagging“-Projekten ein QR-Code zum Einsatz, obwohl unser eigens zum Verwalten solcher Kampagnen entwickelter „Mobilistics Application Server“, neben dem QR-Code durchaus auch das Semacode-/Datamatrix-Format (und theoretisch auch den weniger verbreiteten Aztec-Code) unterstützt, das immerhin gut 20% weniger Fläche bei gleichem Inhalt benötigt. Die Gründe bzw. den Grund für den QR-Code möchte ich hier kurz ausführen.
Wie eben erwähnt benötigt ein Datamatrix-Code nur eine Fläche die rund 20% kleiner ist als die eines QR-Codes gleichen Inhalts. Dennoch nutzten wir bisher ausschließlich QR-Codes. Dies hat, so muss ich zugeben, ausschließlich rein ästhetische Gründe und entspringt keiner wirklich technisch-rationalen Entscheidung. Diese wäre vermutlich, eben wegen der geringeren Größe, zu Gunsten der Datamatrix ausgefallen. Jedoch ist es so, dass jeder mir bekannte 2D-Barcode-Reader sowohl den QR-Code als auch den Datamatrix-Standard unterstützt.
Der QR-Code ist jedoch durch seine drei großen schwarzen Identifikationspunkte in den Ecken unserer Meinung nach wie geschaffen dazu, um vom Nutzer wiedererkannt zu werden. Ein solches signifikantes Merkmal fehlt bei der Datamatrix jedoch (fast) völlig. Dieser ist eine einfach Schachbrett ähnliche Pixelfläche bei der der Novize nicht unbedingt etwas mit anzufangen weiß. Natürlich weiß ein absoluter Novize auch bei einem QR-Code nicht direkt etwas damit anzufangen. Doch sorgen die drei markanten Punkte in den Ecken wie gesagt für einen höheren Wiedererkennungswert als das bei dem Datamatrix-Schachbrett der Fall ist. Generell meine ich aber zudem auch Tendenzen erkennen zu können, dass die Mehrzahl der bisher bekannt gewordenen „Mobile Tagging“-Projekte eher auf den QR-Code, statt auf die Datamatrix gesetzt haben. Die Suchergebnisse bei Flickr sprechen da ebenfalls für sich (589/376 bei Datamatrix/Semacode ggü. 2479 beim QR-Code).
Beide Code-Typen wurden vom Mobile Code Consortium (MC2) als „Quasi-Standard“ zur Verwendung in Mobile Marketing Aktionen empfohlen. Wir denken hier aber, dass die Entwicklung einzig aus den gerade genannten Gründen zum QR-Code übergehen wird. Lassen wir uns überraschen.
… wenn vielleicht auch nur langsam: bei insFX ist ein Artikel erschienen in dem schön beschrieben wird, was ich hier ja bereits öfters bemängelt hatte; nämlich die native Unterstützung der Standortermittlung im Browser.
Nur mal eine kurze Zwischenfrage: kennt irgendwer eine Möglichkeit um Google Gears auf Symbian S60 3rd Geräten ans Laufen zu bringen? In meinem konkreten Fall geht es um den Nokia E90 Communicator. Wie es aussieht, scheint Gears nur auf Windows Mobile 5/6 Geräten und natürlich Android zu laufen. Jedenfalls konnte ich nichts anderes finden. Hat da also jemand vielleicht einen heißen Tipp für mich?
PayPal has launched its mobile payment platform, called, of course, PayPal Mobile.
Das ist jetzt inzwischen fast genau 3 Jahre her. Gerade habe ich nach langer Zeit wieder einmal versucht mich bei PayPal Mobile mit meinem E90 Communicator einzuloggen und was bekam ich dort zu sehen?
Fehler: PayPal-Handyzahlungen stehen in Ihrem Land zurzeit nicht zur Verfügung.
Geschlagene 3 Jahre gibt es den mobilen Dienst inzwischen, mittlerweile verfügbar in den USA, Australien, Kanada, Frankreich, Italien, Spanien und Groß-Britannien. Wieso dauert es so lange, den Dienst auch für Deutschland umzusetzen?
Ich will doch einfach endlich geile Webservices mit PayPal Mobile Bezahl-Abwicklung basteln können …
Es geschehen doch noch Wunder dieser Tage. Als vermutlich eins der letzten mehr oder weniger angesagten Social Networks launcht StudiVZ (und seine entsprechenden Pendants MeinVZ/SchuelerVZ) eine mobile Version.
Gut, wirklich toll sieht das Ding nicht aus, aber da orientiert sich das mobile Portal wohl am Desktop-Bruder, der von der Optik her sicherlich auch nicht unbedingt auf der Höhe der Zeit ist. Immerhin passiert da überhaupt mal was in diese Richtung.
Es gibt einige Tools, die einem das Websurfen von unterwegs komfortabler gestalten wollen. Zum Beispiel Mowser oder der Google Transcoder. Diese sogenannten Transcoder schmeißen bei einem Seitenaufruf z.B. unnötige Scripts raus, entfernen unnötigen Whitespace im Quelltext oder passen Bilder der entsprechenden Displaygröße an.
Google nutzt seinen Transcoder dabei zudem auch, um verlinkte Seiten aus der mobilen Googlemail-Version heraus zu transkodieren. Manchmal ist dies jedoch unerwünscht, nämlich in der Regal dann, wenn man eine eigene, gesonderte Webpräsenz für mobile Geräte besitzt. Stattdessen wäre es sinnvoller, den Benutzer lieber dorthin zu verweisen.
Dafür gibt es nun schon seit geraumer Zeit eine Möglichkeit, um dies mittels eines bestimmten <link>-Element zu bewerkstelligen. Diese Möglichkeit hatte ich aus Zeitmangel in meinem Buch leider nicht mehr beschrieben und möchte dies an dieser Stelle nachholen.
Einige Transcoder, wie zum Beispiel die oben beschriebenen erkennen dies, andere (wie Skweezr) leider nicht. Um die Transcoder also auf die eigene mobile Website umzuleiten, muss dazu einfach das folgende Element in den <head>-Bereich einer (Desktop-)Seite eingebaut werden:
<link rel="alternate" media="handheld" href="Link zur Mobile-Seite" />
In der heutigen Nacht zum Samstag haben wir in Timestamp Zeit gesehen den 1234567890. Um 0:31 Uhr ist es soweit. Wer das ganze Live verfolgen möchte, für den habe ich einen kleinen Countdown geschrieben:
Wann werden wir Location Based Services endlich vernünftig nutzen können?
Warum hält es kein Handset-Hersteller für nötig, per aktivierbarer Optionen in den Browsereinstellungen, die Übertragung der GPS-Koordinaten an die angeforderte Seite bspw. mittels Headerdaten o.Ä. zu erlauben, wenn GPS sowieso schon im Gerät integriert ist?
Wann portiert Google sein Gears-Framework inklusive Geolocation-API endlich auf Symbian und Co?
Warum muss das alles so kompliziert sein?
Zu 1.
Mit vernünftig meine ich: wirklich vernünftig! Vernünftig, im Hinblick auf Einfachheit, Integration und Standards. Ich möchte mir nicht für jede noch so kleine (aber dadurch nicht zwangsläufig weniger interessante) ortsbezogene Applikation eine Software laden und im Handy installieren müssen. In einigen Fällen, wie z.B. aka-aki, die sich auf Bluetooth Reichweite beschränken wollen, mag das noch sinnvoll sein. Auch Google Maps Mobile, deren Schwerpunkt (vorerst) nicht im Wesentlichen auf den ortsbasierten Infos liegt und was zudem ein sehr komplexes (aber gutes) Handling beinhaltet, nehme ich hier aus. Aber neuere (Smart-)Phones beherrschen inzwischen alle Javascript, zu teilen sogar XMLHttpRequest/AJAX, Flashlite und diverse andere üblichen Webtechnologien. Dennoch kocht hier jeder sein eigenes Süppchen und stellt umständlich, da notwendigerweise für unzählige Handsets einzeln optimiert, eigene Applikationen zur Verfügung, jeweils für Symbian, Windows Mobile, Android, iPhone OS und was es nicht noch alles gibt.
Zu 2.
Punkt 2 knüpft hier nahtlos an Punkt 1 an. Bedeutend einfacher wäre hier meiner Meinung nach, wenn die Mobiltelefon-Hersteller von sich aus eine simple, idiotensichere Funktion, in den ab Werk integrierten Handybrowser einbauen würden, die es dem Benutzer ermöglicht, einer aufgerufenen Seite per SEND-Header (bspw: "HTTP_USER_LOCATION=51.514285,7.464201" oder etwas ähnliches) die aktuellen Aufenthaltsdaten zukommen zu lassen. Diese werden mittels im Telefon integriertem GPS-Empfänger ausgelesen, und ein Seitenbetreiber kann so nun Standort-Informationen zu den vom Benutzer übermittelten Koordinaten zur Verfügung stellen. Mir ist durchaus klar, dass dies ein ziemlicher Datenschutz-/Sicherheits-GAU werden könnte, meiner Meinung nach würde es aber ausreichen wenn diese Funktion in der Werkseinstellung deaktiviert ist. Leute, die wissen was Sie tun, aktivieren die Option, alle anderen bekommen davon eben nichts mit und können auch nicht geortet werden.
Eine solche Option könnte für mich im Einstellungsmenü in etwa so aussehen:
Standortdaten beim Seitenaufruf übermitteln
Zu 3.
Google hat hier mit seiner MyLocation/Geolocation-API im Gears-Framework einen ersten Anfang gemacht. Diese API erlaubt es die aktuellen Standortdaten über Javascript abzufragen, jedoch nur dann, wenn Gears auf dem Client-Rechner installiert ist. Allerdings ist Gears proprietär und bisher nur für Windows, Mac, Linux und Android verfügbar, ob jemals eine wirklich (Mobile-)plattformübergreifende Version herausgebracht wird, ist angesichts der Tatsache, dass Google mit Android über ein eigenes Mobile OS verfügt, äußerst fraglich. Die Standortabfrage wäre dann jedoch im Browser ganz einfach möglich, mit dem folgenden kurzen Code-Schnipsel:
<script type="text/javascript" src="gears_init.js"></script><script type="text/javascript">var geo = google.gears.factory.create('beta.geolocation');
function updatePosition(position){alert('Current lat/lon is: ' + position.latitude + ',' + position.longitude);
}function handleError(positionError){alert('Attempt to get location failed: ' + positionError.message);
}
geo.getCurrentPosition(updatePosition, handleError);
</script>
Wird aber wohl erstmal ein Traum bleiben. Das W3C arbeitet zwar an einer Geolocation API, was das aber irgendwann mal ergibt, wie das in der Praxis aussieht was die Implementierung und Anwendbarkeit dieser durchaus interessant klingenden API angeht und wann diese Technik jemals flächendeckend verwendet werden kann, das steht wohl in den Sternen.
Zu 4.
Mit Google Maps Mobile, Aka-Aki und dem Nokia Sports Tracker befinden sich aktuell drei LBS-Anwendungen auf meinem E90 Communicator. Für jede Applikation, die sich auf meinen Standort berufen will, kommt eine weitere Anwendung hinzu, die installiert werden muss. Für mich als jemanden, der in diesem Bereich zuhause ist, ist das auch absolut kein Problem. Allerdings werden Location Based Services meiner Meinung nach nie zu dem Massen-Durchbruch kommen, der ihnen schon seit Jahren vorausgesagt wird, wenn sich an der Anwendbarkeit nicht schnell einiges ändert und vereinfacht wird. Und nein, auch das iPhone bietet für mich, trotz leichter Bedienbarkeit, keine zufriedenstellende Lösung. Es mag sein, dass es dort dank App-Store und allerhand netter Features recht einfach geworden ist, sich diese Tools auf das Gerät zu holen. Probleme wie die Plattformabhängigkeit bzw. die Notwendigkeit zur oft kostenintensiven Entwicklung für die verschiedensten Plattformen sind damit auch nicht gelöst, so lange das iPhone nicht 95% aller Marktanteile besitzt – äußerst unwahrscheinlich.
Was wir im mobile Web meiner Meinung nach wirklich brauchen, ist eine einheitliche, standardisierte Schnittstelle, ähnlich dem oben beschriebenen Google-Ansatz. Auch finde ich keine fundierten Gegenargumente, was gegen meinen Vorschlag mit den durch den Header gesendeten Standortdaten sprechen könnte. Aber ich fürchte dazu wird es weder in kurz- noch in mittelfristiger Zukunft mal kommen und die Anwender werden weiterhin jedes Mal damit belästigt, eine Software installieren zu müssen, möchten sie auf Location Based Services zurückgreifen.
Mal ein kleiner Hinweis in eigener Sache hier. Die raphael GmbH, für die auch ich gelegentlich noch als Entwickler beschäftigt bin, sucht zum 1. August 2009 einen Fachinformatiker in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung.
Hier einmal das entsprechende Job-Angebot:
Auszubildenden zum Fachinformatiker,
Fachrichtung Anwendungsentwicklung (m/w)
Als Anwendungsentwickler bei der raphael GmbH lernen Sie in einem erfahrenen und dynamischen Team mit Hilfe moderner Technologien innovative Online-Anwendungen für unsere Kunden zu konzipieren und zu realisieren.
Ihr Profil
Sie haben die Schule mit Fachabitur/Abitur oder einem guten Realschulabschluss abgeschlossen und besitzen bereits gute HTML-Kenntnisse. Neben der Schule haben Sie bereits Erfahrungen mit einer Script- oder Programmiersprache gesammelt, am besten im Bereich der Internet-Anwendungen. Dazu sind Sie lernbereit und engagiert, besitzen ein ausgeprägtes logisches Denkvermögen, sind motiviert und teamfähig.
Besonders gern sehen wir es, wenn Sie bereits Kenntnisse in der Programmierung von kleineren Online-Anwendungen haben, insbesondere mit PHP, XHTML, CSS und Javascript, sowie im Umgang mit relationalen Datenbanksystemen (SQL). Auch erste Erfahrungen mit Content Management Systemen (ideal wäre Typo3) und Know-How in der Administration von Linux-Systemen bringen Sie Ihrem Ziel einen Schritt näher.
Ihre Perspektiven
Wir sind ein wachsendes Unternehmen, das namhafte Kunden betreut und sich auch überregional bereits einen Namen gemacht hat. Unsere Kunden wissen unsere Professionalität, unser Know-How und unsere Einsatzbereitschaft zu schätzen. Da wir uns vergrößern und unsere Geschäftsfelder weiter ausbauen wollen, besteht bei uns immer Bedarf an motivierten und engagierten Mitarbeitern. Alles ist möglich!
Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung (Lichtbild, Lebenslauf, Zeugnisse, Referenzen) per E-Mail an die Adresse info@raphael-gmbh.de.
Vor dem Eintritt in ein Ausbildungsverhältnis bieten wir Ihnen gern im Rahmen eines Praktikums die Möglichkeit, das Unternehmen und die Sie erwartende Aufgabenstellung näher kennen zu lernen.
Fragen beantworte ich gern vorab, dazu einfach eine E-Mail an m.bieh@mobilistics.de oder einfach die Kommentarfunktion hier benutzen.