Eigenwerbung
Mobiles Webdesign

Erscheinungsjahr: 2008
Verlag: Galileo Computing
ISBN-13: 978-3836211536
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Was ist ausschlaggebend ob ein Buchstabe zum anderen passt? Wenn Du einmal eine Entscheidung getroffen hast, wie überträgst Du sie auf alle anderen Buchstaben einer Schrift?
Startpunkt: 'e' (in der Mitte der Zeichnung). Stell Dir vor Du hast dieses 'e' gezeichnet. Du magst es, und nun möchtest Du mehr Buchstaben zeichnen die zu diesem 'e' passen. Womit anfangen? Sollte es zum Beispiel mit oder ohne Serifen sein?
Erster Versuch: 'i' auf der linken Seite. Serifenlos. Der schwarze Teil ist genauso dick wie der schwarze Teil des 'e'. Selbe x-Höhe. So sollte es funktionieren, denkst Du.
Zweiter Versuch: 'i' auf der rechten Seite. Selbe Strichstärke und der Buchstabe hat die gleiche x-Höhe. Doch jetzt mit Serifen.
Die Rundung des 'e' hat nicht nur eine bestimmte Strichstärke, sie hat dazu auch noch Kontrast. Das 'i' auf der linken Seite hat dagegen überhaupt keinen Kontrast. Daher gehören diese beiden Buchstaben nicht zueinander. Das 'i' auf der rechten Seite hat jedoch die selbe Art von Kontrast wie das 'e', nur weil es Serifen besitzt. Nur diese kleinen Serifen stellen sicher das der Buchstabe dicke und dünne Teile hat, wie auch das 'e'. Dies bedeutet das der Startpunkt, das 'e', bereits fest definiert, dass der Rest des Schriftschnitts keine serifenlose Schrift sein kann.
Natürlich, jede sogenannte Regel ist da um sie zu brechen. Der oben erwähnte Text heißt nicht, das Du keine Font erstellen kannst welche ein 'e' mit einem 'i' wie auf der linken Seite kombiniert. Selbstverständlich ist alles möglich. Doch jetzt realisierst Du besser was Du tust, auch wenn Du es nicht tust. Alles klar?
